Über den Künstler
Saffet Bilal Cokgezen
Saffet Cokgezen kam am 2. Oktober 1984 als zweites Kind türkischer Eltern in Deutschland auf die Welt. Bis auf einen einjährigen Aufenthalt bei seinen Großeltern in Izmir, verbrachte er sein bisheriges Leben in Bayern. Er lebt und arbeitet heute in München. Schon als Kind begeisterte er sich für die bildende Kunst, besonders für das Zeichnen.
Später wurde neben Breakdance (power moves, styles, electro boogie), Rap (Album und E.P. release) und dem Produzieren eigener Musikstücke, Graffiti/Streetart zu einer seiner großen Leidenschaften. Nachdem einige seiner Sprayerkollegen wegen illegaler Werke in Konflikt mit dem Gesetz gerieten, begann er verstärkt, seine im Graffiti erlangten Fähigkeiten mit dem Zeichnen zu verbinden und auf Leinwand und Papier zu übertragen.
Dank der Unterstützung eines Freundes konnte er seine Arbeiten bald in einer ersten Ausstellung präsentieren, die für sein weiteres Schaffen ausschlaggebend war.
Die Werke, die er seitdem im In- und Ausland ausstellt, sind in ihrer sozialkritischen Motivation, der Wahl der Motive und der ungefilterten visuellen Wucht sehr von seiner Zeit als Streetart-Künstler geprägt.
Saffets auf Leinwand gebannte Gedanken und Emotionen und die von ihm verwendeten Stile sind genauso vielfältig und hybrid wie seine tatsächliche Lebenswelt. Seine Bilder erzählen Geschichten, in denen Motive wie blutende Bäume, versteinerte Menschen oder flüchtige Bänker Kritik an unserer Gesellschaft zum Ausdruck bringen. Die Bilder handeln von Politik, Integration, Krieg, Armut, Umweltverschmutzung und den persönlichen Erlebnissen des Künstlers.
In seinen Arbeiten kommt alles zum Einsatz, was sich zum Zeichnen und Malen eignet: Pastellkreide, Kohle, Graphit, Bleistift, Ölsticks, Ölfarbe etc. Er malt auf Papier, Karton oder Leinwand.
Ausschnitt aus der Laudatio von Polat Düzgün bei der Ausstellung “Sich anders begegnen”:
eine Reise in die Heimat; in die Fremde,
in die Heimat die uns Fremd wird, in die Fremde in der wir uns zu Hause fühlen,
Eine Reise die wir täglich beschreiten, ohne anzukommen,
Ein Reise dessen Ziel das irgendwo im „Nirgendwo“ ist und wo der Einzelne zum Grenzgänger wird,
zwischen Realität und Anspruch, Angst und Geborgenheit, Liebe und Hass also zwischen den Ichs.
Eine künstlerische Verarbeitung des Lebens wie es jedem von uns täglich und überall begegnet, begegnen kann.
Kontakt:
cokgezen@gmx.de
www.saffetcokgezen.de


